Mittwoch, 30. Juli 2014

V (29.07. + 30.07.2014)


Hey zusammen!
Heute haben wir wieder ein paar Anekdoten im Gepäck.

Zunächst zu dem Abend an dem Sarah den tollen letzten Bericht geschrieben hat. Ich war zu der Zeit ja beim Fußball – das war ein sehr cooles Erlebnis. Die Jungs waren sehr bunt gemischt und auch überraschend viele Einheimische haben (barfuß!) auf dem sehr sandigen Rasenplatz in Flic En Flac mitgespielt. Hier gilt es nicht nur den Ball und den Gegner zu berechnen, sondern auch noch den Platz. Rechnen ist wie ihr wisst nicht mein Ding, sodass ich mir ruckzuck die erste größere Schramme zugezogen habe. Somit hat sich die auf den letzten Drücker eingepackte Wund- und Heilsalbe schon bezahlt gemacht. Bei einigen versemmelten Großchancen merkte ich schnell wieder, warum ich Schiedsrichter bin und letztlich war der Abend eher aus kommunikativer als aus sportlicher Sicht ein Erfolg. Hier zwei Bilder vom Platz:


Gestern dann wieder ein ruhigerer Tag. Strahlender Sonnenschein lud herrlich dazu ein, ausgiebig… einkaufen zu gehen! Doof! Die Münze hatte entschieden, dass wir erst den Kühlschrank wieder auffüllen und dann zum Strand tapern sollten. Dort hatten wir es uns kaum gemütlich gemacht, als sich auch schon vom anderen Ende der Insel vereinzelte Regenwolken aufmachten. Trotzdem konnten wir noch etwas sonnen und die neue Unterwasserkamera ausprobieren. Kostproben seht ihr hier.

Abends haben wir in gemütlicher Runde mit Monika zusammengesessen und über Gott und die Welt gequatscht. Sie konnte uns auch über die genaueren (politischen) Umstände auf Mauritius aufklären, wobei uns einiges noch nicht bewusst war!


Heute ging es dann sehr früh los! Der Wecker klingelte um kurz vor 6 und um 7 Uhr standen wir schon an der Bushaltestelle auf dem Weg zur Uni. Dort trafen wir uns mit Ravina, der uns einige Nerven kostete. Warum? Ganz einfach. Wir hatten eine E-Mail bekommen, dass um 9 Uhr eine Infoveranstaltung für uns stattfinden sollte. Deshalb waren wir pünktlich um 8.45 Uhr vor Ort. Ravina schlenderte dann gemütlich mit uns über den Campus und führte uns an allerlei interessante Orte, die allerdings nichts mit der Infoveranstaltung zu tun hatten. Er wollte uns bei der Einschreibung helfen und zeigen wo wir die Studiengebühren zahlen müssen. Außerdem half er uns unsere Dokumente für den Online-Uni-Zugang zu bekommen. Schön und gut. Sarah war inzwischen allerdings kreidebleich, denn der große Zeiger bewegte sich unaufhaltsam auf die 30 zu. Wir waren also inzwischen über eine halbe Stunde zu spät dran. Auch in mir brodelte es etwas, Verspätungen sind mir zwar spätestens seit Teneriffa nicht mehr unbekannt, aber sie gehen doch gegen meine angeborene deutsche Pünktlichkeit. Als wir endlich um 9.45 Uhr im Hörsaal saßen, konnten wir unseren Ohren kaum trauen. Die Reden der Verantwortlichen waren ungewollt die reinste Comedy. „Wir haben die beste Landwirtschaft der Welt!“, „Wir haben mit die besten Bildungsmöglichkeiten der Welt!“, „Wir sind nicht hier um zu lehren, sondern um zu faszinieren!“ – so der O-ton, bevor mit einer völlig überladenen Powerpoint die Sicherheitsvorkehrungen erklärt wurden: Ein durchgestrichenes Zeichen bedeutet zum Beispiel „verboten!“… Ob wir uns das merken können? Daraufhin ging es in unsere Klasse, Präsentationsrunde mit respektvollem Aufstehen, Aufklärung darüber, dass wikipedia-Zitate bitte als solche kenntlich gemacht werden sollen und die Frage, ob jemand weiß was ein Plagiat ist. Auf das große Kopfschütteln folgte eine kurze Erklärung und dann bekamen wir unseren Stundenplan an die Hand. Ja, mit Uni hat das tatsächlich recht wenig zu tun.
Vom Alltag und den Klassenräumen wird es sicher noch Fotos geben, hier erstmal die Administration, die technisch auf dem allerneusten Stand ist:



Auf der Rückfahrt, bei der uns mittlerweile Christopher, Thorben und Patrick begleiteten (die, neben uns, einzigen Weißen an der ganzen Uni heute), hielten wir in Quatre Bornes um in einem Hinterhoflädchen ein paar Passbilder zu machen. Högscht professionell!

Auf der Straße stand eine Frau, die für 85 Rs (knapp 2 €) lebendige Küken verkauft hat.

Das letzte Bild zeigt den HOPE-Springbrunnen. HOPE steht dabei für „Honour Our Parents Everyday“. Der Hinweis dazu lautet: “Seek the blessings of your parents for every action you undertake and promise never to bring tears to their eyes!”… Fand ich als Abschluss ganz schön!


 Liebe Grüße in die Heimat

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