Sonntag, 3. August 2014

VI (31.07. - 03.08.2014)







 Hallöchen ihr Lieben!

Nachdem wir euch so lange haben warten lassen, melden wir uns heute mit einem extra langen Bericht über die letzten Tage zurück!

In den letzten Tagen ist echt eine Menge passiert. Da ich gar nicht mehr so genau nachvollziehen kann an welchem Tag wir was gemacht haben, werde ich einfach ohne genaue Zeitangabe erzählen, was wir für tolle Sachen erlebt haben.

Zunächst hatten wir an einem Tag in dieser Woche Glück, dass Monika uns auf einen Ausflug eingeladen hat und für uns ein bisschen den Fremdenführer gespielt. Wir sind mit ihr nach Tamarin gefahren. Das ist eine Stadt die praktisch neben Flic en Flac liegt. Zuerst sind wir (natürlich!!!) zum Strand gefahren. An dem Tag gab es einen Antizyklon also waren die Wellen unglaublich hoch. Vor der Bucht von Tamarin ist jedoch kein Riff, sodass die Bucht ein Paradies für alle Surfer ist! 




Anschließend hat Monika uns noch zu einem Cappuccino in einem kleinen Hotel eingeladen, von dessen Terrasse man einen super Blick auf das türkisfarbene Meer hatte. In solchen Momenten weiß man dann wieder, warum man im letzten halben Jahr so viel gearbeitet hat und dass es sich gelohnt hat!
 








Nun komme ich zum Wochenende – Party! Im sogenannten White House, einem Haus in dem mehrere Studenten in WGs wohnen, sollte am Samstag eine Party für alle Studenten, Praktikanten und anderen ausländischen Menschen aus Flic en Flac, stattfinden. So eine Party ist immer eine gute Möglichkeit neue Leute kennenzulernen und nette Gespräche über Erfahrungen zu führen, sodass wir uns diese natürlich nicht entgehen lassen wollten. Dort trafen wir dann auch viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern: Holland, Ukraine, Dänemark, USA, Südafrika uvm.

 


 



 






 


Neben den vielen Gesprächen über die Geschichten jedes einzelnen und den Erfahrungen, die jeder hier auf Mauritius so gemacht hat, stand vor allem der schnelle Alkoholkonsum im Vordergrund. Dabei lernten wir, dass trinken alleine anscheinend aus der Mode gekommen ist und man stattdessen unzählige Trinkspiele spielt (ich dachte immer sowas macht man mit 16 aber gut, unser Lieblingsspruch ist zur Zeit eh „andere Länder, andere Sitten“….)
Magnus ließ sich recht schnell dazu überreden ein Spiel zu spielen, das Piff – Paff- Puff hieß. Oh man, ich versuche jetzt nicht euch zu erklären wie das funktionieren soll, denn ich hatte nicht einen Schluck Alkohol getrunken und habe es trotzdem bis zum Ende der Party nicht kapiert. Aber vielleicht lag es auch am fehlenden Pegel… wer weiß!





Nach der Party blieben uns nur noch wenige Stunden Schlaf denn heute mussten wir früh raus. Max, ein deutscher Bierbrauer der zurzeit noch hier lebt, nahm uns mit zu einer Katamarantour. Morgens um halb 8 wurden wir abgeholt um mit dem Auto in den Norden, zum Cap Malheureux zu fahren. Von dort aus startete der Katamaran. Es ging quer über den Indischen Ozean. Das Ziel: eine kleine unbewohnte Insel, die nördlich von Mauritius liegt. An den Wellengang des Ozeans musste man sich erst einmal gewöhnen! Zum Glück neigte niemand von uns dazu seekrank zu werden. Und wenn jemandem doch flau im Magen wurde, dann war das spätestens beim Anblick der Delphine vergessen! Erst sah man einen, dann zwei und plötzlich schwamm ein ganzer Schwarm von Delphinen mit unserem Katamaran mit. Als man dachte, dass es besser nicht mehr werden würde, zeigten sich in der Ferne sogar Wale. Wow, was für ein Erlebnis!






Auf der Ile Plate angekommen, waren wir im Paradies. Weißer Sandstrand und glasklares, türkisfarbenes Wasser – ein Traum! Also hieß es sofort Brille auf, Schnorchel auf, Flossen an, ab ins Wasser! Dort zeigten sich uns die schönsten Fische und Korallen… das ist einfach unbeschreiblich.
 







Nach dem Schnorcheln hat die Crew vom Katamaran den Tisch für uns gedeckt und unser Fleisch gegrillt. Das war echt die perfekte Atmosphäre für ein Barbecue.
 
 





 
     




Gestärkt konnten wir also zum nächsten Tagesordnungspunkt kommen: sonnen, sonnen und nochmal sonnen. Die ausgiebigen Sonnenbäder wurden höchstens von Fotosessions unterbrochen.
 







Mittlerweile war das Meer rauer geworden und wir wurden auf dem Weg zu nächsten Insel Coin de Mire mit unserem Dreamcatcher-Katamaran inklusive lautstarker kreolischer Sega-Musik ordentlich durchgeschaukelt. In einer kleinen Bucht ging es nochmal vom Boot aus ins glasklare Wasser, durch das man in der Tiefe verschiedenste Fische und Korallen bestaunen konnte. Die Artenvielfalt war schon atemberaubend, doch die Rückfahrt hatte noch etwas Besonderes für uns auf Lager: In unmittelbarer Nähe zum Boot tauchten plötzlich 2 Wale auf, die Wasserfontänen ausstießen und mit ihren Schwanzflossen auf die Oberfläche des Ozeans peitschten. Uns blieb das Herz fast stehen.
Wenn man bedenkt, dass wir für diesen tollen Tag (durch glückliche Umstände) nur etwa 25 € pro Person bezahlt haben, kann man schon fast wieder verschmerzen, dass wir in der nächsten Woche für etwa 75 € pro Person die HIV, Hepatitis und Tuberkulosetests nachholen dürfen, da unsere Ergebnisse aus Deutschland nicht anerkannt werden!!! 

Puh, und morgen geht es dann auch tatsächlich mit der Uni los… Was wir dort allerdings bislang erlebt haben, erhitzt unsere Gemüter derart, dass wir es hier lieber noch unerwähnt lassen. Nicht umsonst haben wir die letzten Tage mit Berichten aus unserer neuen Wa(h)lheimat hinterm Berg gehalten – der Tobak ist einfach zu stark! Sollten sich die hiesigen Vorbehalte gegen Minimalpigmentierte weiter bestätigen, wird aber noch ein Eintrag folgen!

Bis dahin. Gehabt Euch wohl! Sarah und Magnus
 

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