Montag, 11. August 2014

VIII (09.08-11.08.2014)


Hallo!

Nach der anstrengenden letzten Woche hatten wir Sonntag mal wieder einen wunderschönen Tag. Irgendwie scheinen Sonntage eh unsere Tage zu sein, denn bis jetzt war jeder Sonntag hier echt schön. Ich mein, diese Woche hatten wir uns das auch echt verdient. Nicht nur, dass die Uni sich um unsere Fitness sorgt und zusammenarbeitende Büros mit der größtmöglichen Entfernung positioniert, sie sorgt sich auch um unsere Freizeitgestaltung und kümmert sich rührend darum, dass keine Langeweile aufkommt – es ist eben die beste Uni der Welt! So sind wir also Samstag ganz früh aufgestanden um pünktlich um 11 Uhr bei unserem Kurs zu sein, der wider Erwarten natürlich NICHT stattfand! Aber hey.. wir haben somit immerhin 4 Stunden im Bus gegessen, am Samstag, um 9 Uhr, wenn alle anderen noch schlafen…. so viel Glück muss man auch erstmal haben. Danke beste Uni der Welt! Heute wurde uns übrigens mitgeteilt, dass "der Kurs vielleicht auch gar nicht stattfindet oder vielleicht in 2 Wochen, nächsten Samstag auf jeden Fall nicht"!!! Das ist wiederum auch echt mal ne gute Nachricht, denn somit fängt für uns das Wochenende diese Woche schon Dienstagnachmittag an, denn Freitag ist hier ein Feiertag. Mit diesen Aussichten war der Tag heute echt erträglich und wir haben sogar das ein oder andere gelernt, das wurde ja auch mal Zeit – an der besten Uni der Welt!



Naja zurück zu Sonntag. Nachdem wir richtig ausgeschlafen haben, zog es uns direkt zum Strand. Es waren kaum Wolken am Himmel und kein Wind zu spüren, also deutete alles auf einen perfekten Tag hin. Am Strand haben wir uns mit Ernst getroffen, der eigentlich Jens heißt. Er ist Braumeister und auch ganz neu auf der Insel. Er wird hier für zwei Jahre arbeiten und in ein paar Tagen kommt seine Frau um mit ihm ein neues Leben auf Mauritius zu beginnen. 









Nachdem wir ein bisschen Schnorcheln waren hat Ernst uns nach Tamarin gefahren, wo wir bei Percy und Katharina eingeladen waren. Am Strand haben wir es uns dann mit einem von Katharina gebackenen Kuchen und einer Tasse Tee richtig gut gehen lassen. Anschließend haben wir endlich mal den Sonnenuntergang gesehen (das erste Mal seit wir hier sind!).










Beim Tee erzählten die beiden uns, dass Vollmond ist und die beiden zu einer sogenannten Full Moon Session gehen wollten. Sie fragten uns, ob wir nicht auch Lust hätten. Ohne nachzudenken oder das mal zu hinterfragen, haben wir natürlich direkt ja gesagt…. tja…. was soll ich sagen?.... es war auf jeden Fall abgefahren, haha!
Bei dieser Session handelte es sich um aktive Meditation! Ja, so wie ihr jetzt hab ich auch geguckt! Aber okay, man muss sich auch mal auf ganz neue Dinge einlassen und da wir das hier ja schon gewohnt waren… Warum dann nicht auch mal seine 7 Chakras kennenlernen?!

Für die Session ging es nach Le Morne. Dort fand sich am Fuße des Bergs, direkt am Strand, eine Gruppe von 20 Leuten ein. Witzig nur, dass die alle vorher wussten weshalb sie da waren... naja.. aktive Meditation also. Nachdem uns erklärt wurde, wo sich unsere Chakras befinden und dass man alle seine Hemmungen ablegen muss, war klar, dass ne Flasche billiger Rum vorher nicht die schlechteste Idee gewesen wäre! Völlig nüchtern ließen wir uns trotzdem auf den Spaß ein und machten ganz gewissenhaft bei jeder Übung mit. Na gut, das "ganz gewissenhaft" nehm ich zumindest für mich zurück, denn ab und zu fiel es mir echt schwer nicht laut zu lachen. Zum Glück war genau das aber eine der Übungen. Man lief wild in der Gruppe hin und her und lachte.... Mit einigen Hechelübungen und Kniebeugen im Rhythmus dazu fiel es einem immer leichter ein Chakra nach dem nächsten zu spüren, vor allem in den Oberschenkeln – oder hab ich da was falsch verstanden? Anschließend musste dann das Rudel den Mond anheulen und eine Schreitherapie folgte auch. Man bot uns wirklich das volle Programm. Ob wir uns danach besser fühlten? Naja anders auf jeden Fall… vor allem aber durchgefroren und irritiert weil wir nicht fassen konnte, dass wir da gerade wirklich 3 Stunden lang mitgemacht hatten.




Als wir endlich im Bett lagen hatten wir auf jeden Fall noch viel zu lachen und das zählt letztendlich!

Bis bald.
Magnus und Sarah

PS: 10.000km Entfernung sind lange kein Grund auf gewachsene Traditionen zu verzichten! So hat Magnus ernsthaft schon einige Stunden FIFA mit Julian und Marcel übers Internet gespielt... und dabei nur selten über das Rückeln und die Internet Timeouts geflucht.
 

 

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