Samstag, 30. August 2014

XI (28.08. - 30.08.2014)


Hallo liebe Leute!

Da wir wissen, dass es für einige von Euch inzwischen zur Routine geworden ist, die sonntäglichen Familientreffen mit einem Besuch unseres Blog aufzupeppen, wollen wir uns nicht lumpen lassen und Euch rechtzeitig mit Neuigkeiten versorgen. Die Besucherzahlen erschrecken uns immer wieder aufs Neue (positiv gemeint!!!), sodass wir inzwischen die Vermutung haben, dass sich unser Blog mittlerweile sogar als Gesprächsthema für Smalltalk an der Bushaltestelle oder während der Raucherpausen am Arbeitsplatz eignen dürfte... Fast JEDER hat wohl mal reingeschaut! Das ist echt super von Euch! Danke dafür!





Heute fällt der Eintrag wieder sehr bildreich aus, denn wir haben in den letzten Tagen ein paar Ausflüge in die Natur unternommen, bei denen die Fotos sehr viel mehr sagen können als Worte! 

Am Mittwoch waren wir zunächst im Jagdgebiet Yemen unterwegs. Dort sind wir mit dem Auto einfach mal über unbefestigte Straßen in die Zuckerrohrfelder hineingefahren und haben dabei einiges entdecken können.




Die Webervögelmännchen müssen für ihre Weibchen ein besonders schönes Nest bauen. Wenn es der Frau nicht gefällt, schmeißt sie das kunstvoll gewebte Heim einfach runter in den Fluß und er muss von neuem beginnen!



Uns begeistern die Palmen auch nach über einem Monat noch... in Yemen haben wir welche gefunden, die sich nach dem Erklimmen gut dazu eigneten ein Nickerchen à la Mowgli zu halten!
Am Donnerstag ging es dann in Richtung Landesinnere, denn wir wollten einen Ort finden von dem wir den Ausblick über die Insel genießen könnten. Der Vulkankrater Trou aux cerfs in der Nähe von Curepipe (wo es ausnahmsweise mal nicht regnete - normalerweise das Wuppertal der Insel) war schon mal ein guter Anfang:




Danach ging es weiter nach Henrietta bei Vacoas. Sarah hatte gelesen, dass dort 7 Wasserfälle sein sollten. Doch gefunden haben wir erstmal nichts. Zum Glück sah uns ein freundlicher Einheimischer an, dass wir auf der Suche nach der Touristenattraktion waren (ich kann mir nicht erklären wie er darauf kam?!?) und zeigte uns im Dickicht die entscheidenden Aussichtsorte. Hier können die Fotos die atemberaubende Aussicht leider nicht wiedergeben:


Unser guide zeigte uns aber nicht nur das und unterhielt uns auf Kreolisch, er erklärte auch sonst allerhand zur Vegetation und den Tieren: Er zeigte uns Hirsche, Flughunde und Termitenbauten und ließ uns die Natur riechen und schmecken! Da wir das alles alleine nicht entdeckt hätten war es nur fair ihm ein paar Rupees zuzustecken bevor wir wieder nach Hause fuhren. Außerdem haben wir uns seine Handynummer geben lassen, damit er uns demnächst einmal ganz nah an die Wasserfälle heranbringt...

Neben der Natur erlebten wir am Samstag auch wieder die Kultur Mauritius' am eigenen Leib. Die Hindus feierten ihr Fest Ganesha Chaturthi bei dem Ganesha, ein Gott mit 4 Armen und einem Elefantenkopf, geehrt wird. Die Gläubigen haben ihm zu Ehren Statuen aus Lehm gebaut, die sie begleitet von Musik und Tanz und beschenkt mit Opfergaben im Meer versenken. Vom Tempel in Flic en Flac bis über den gesamten Strand fand sich die Gemeinde zum Feiern ein. Ein farbenfrohes Spektakel, das man einfach auf sich wirken lassen muss. Zu den Bildern müsst ihr Euch Trommeln, Gesang und tausende Räucherstäbchen vorstellen:

Jede Familie hat ihre eigene Ganesha-Statue gebaut
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Die Frauen dürfen nicht mit ins Wasser um die Statue zu opfern.
Sie singen und tanzen am Ufer und werfen mit Blüten, Farbpulver und Früchten!
Viele Mauritier können nicht schwimmen und versenken die Statue dort wo sie noch gut stehen können!

Diese Gruppe junger Männer zeigt sich sehr mutig und versenkt die Statue weit draußen.
Die Farben mit denen die Hindus ihre Ganesha-Statuen bemalt haben färben das Meerwasser gelb-orange.

Die Männer die die Ehre haben ihre Ganesha-Statue zu versenken sind sehr stolz und lassen sich feiern




Mit diesen Bildern verabschieden wir uns für heute. Morgen möchten wir im Meer schnorcheln und sehen ob wir ein paar Unterwasserfotos von den geopferten Ganesha-Statuen machen können. Bis dahin: Ganesha Sharanam, Sharanam Ganesha!
Für uns war das Hindu-Fest die große Attraktion. Doch diese Gläubigen wollten unbedingt
Fotos mit den weißen Mädchen machen! In wessen Rahmen Sarah wohl ab morgen hängt?!

Ausnahmezustand: Statt wie üblich 2 oder 3 Mitfahrer hat zu Ganesha Chaturthi eine ganze Familie auf der Ladefläche dieses Kleinlasters Platz genommen!



























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