Samstag, 13. September 2014

XII (31.08. - 13.09.2014)

Bonzou!

"Frühling" in Réduit
Schöner Campus
Für Tage wie heute hat das Kreolische dem Englischen das Wort sori (Sorry; Entschuldigung) entlehnt, das in der Aussprache stark dem französischen Souris! (Lächel!) ähnelt. So möchten wir uns auch bei Euch für die lange Stille entschuldigen und Euch gleichzeitig mit diesem neuen Blogeintrag (natürlich in Überlänge und mit vielen Fotos) zum Lächeln bringen! 

Wir lernen doch was!
Quatschpause











Im letzten Eintrag haben wir Euch von Ganesha Shaturthi berichtet, dem Hindufest, bei dem der Gott mit dem Elefantenkopf im Meer versenkt wird. Tage später liegen die Statuen noch immer am Grund des Meeres und sorgen für eine gespenstische Atmosphäre beim Schnorcheln. Mit der Zeit werden sie jedoch vom Salzwasser zersetzt.


Langsam werden die Ganeshas und ihre Opfergaben zersetzt.




Halimsuppe
Nachdem wir ein paar Tage später  im Unterricht mal wieder als Kulturbanausen entlarvt wurden, die nicht alle 5000 Gâteau-Arten  (kleines frittiertes Essen) kennen, lud uns unsere Kommilitonin Auwell zum kulinarischen Spaziergang durch Rose-Hill ein. Bis auf die verfaulten Eier haben wir wirklich alles ausprobiert, was uns empfohlen wurde. Besonders die scharfe muslimische Suppe Halim und die Gâteaux piments mit chatini de pomme d’amour (stilecht vom Radkasten serviert) haben uns gut geschmeckt. Pow hingegen, eine süße chinesische Dampfnudel mit Hühnchenfüllung wanderte nach zwei Bissen sofort in den Müll. Zusammenfassend kann man sagen, dass bis auf die zwei eben genannten Leckereien, alles eine Erfahrung wert war, wir sie jedoch nicht noch einmal machen würden. Es war aber alles in allem ein echt schöner Nachmittag und wir sind glücklich, dass wir endlich ein paar sehr nette Unifreunde haben.

Ein Mann in Rose-Hill steht stolz auf seinem Geschäft
Sagoola (süßes Getränk mit Graupen)


Magnus und Auwell kaufen die leckeren Gâteaux piments

Auf dem Radkasten wird die Chatini de pommes d'amour serviert

Allerlei "Köstlichkeiten" (ganz links die faulen Eier!)





Pow mit Hähnchenfüllung.... zum Abgewöhnen!


Der nächste Antizyklon brachte uns mal wieder viel Wind und vor allem hohe Wellen. Da haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen direkt nach Tamarin an den Strand zu fahren. Dort gibt es kein Riff, das den Strand vor den hohen Wellen schützt  - ein echtes Surferparadies. Aber auch wir sollten dort unseren Spaß haben, indem wir uns von den Wellen haben treiben und an den Strand spülen lassen. 
Danach waren so hungrig, dass uns das kleine Restaurant wo es angeblich Homemade Burger gibt, ansprach. Leider waren jedoch die Zutaten für die Burger aus, sodass wir uns für einen Pain américain (Brot mit Pommes, Schinken, Käse, Zwiebeln und Soßen) entschieden, denn dafür sollten alle Zutaten da sein. Nachdem die angekündigten 10 Minuten Wartezeit vorbei waren, versprach uns der Kellner, dass es in 5 Minuten soweit sei. Nach 30 Minuten brachte er uns dann eine Gratispommes und versprach uns, dass es jetzt wirklich nicht mehr lang dauern würde bis: DIE DAME VOM EINKAUF DER ZUTATEN ZURÜCK IST, JEDOCH GEHT SIE GERADE NICHT AN IHR HANDY……… Toll!  Dann hätte sie auch die Zutaten für die Burger direkt mitkaufen können! Lange Rede kurzer Sinn, als unser Hunger gerade verschwunden war, hatten wir nach ca. einer Stunde warten endlich unser Essen auf dem Tisch. Zum Glück hat das sogar wirklich gut geschmeckt, zwei Kunden haben sie an dem Tag dennoch verloren! Aber das ist halt die mauritische Art mit einer solchen Situation so umzugehen….!



Am nächsten Tag haben wir tatsächlich nochmal den Versuch gewagt auswärts zu essen, denn Jens (der Braumeister vom Flying Dodo) hatte uns einen Tisch reserviert und versprochen, dass das Bier am Abend auf seine Karte geht. Mein Fischfilet war super lecker aber es passte irgendwie zu der Woche, dass Magnus‘ Pizza vergessen und erst gebracht wurde, als alle anderen schon so gut wie aufgegessen hatten.



Am Ziel angekommen!
Während unsere Freunde bereits die teuren Aktivitäten wie Delphintouren und Tauchstunden mitnehmen müssen, haben wir noch eine ganze Weile Zeit und freuen uns diese Unternehmungen mit unserem Besuch aus Deutschland zu machen. Stattdessen ging es für uns am Wochenende in den Black River Nationalpark zum Wandern. Dabei begleitete uns die Finnin Moona. Es war echt ein tolles Abenteuer, bei dem wir uns über Stock und Stein und so manchen Fluss voran kämpften und neben unzähligen Vögeln und Termitenbauten auch einen Schlafplatz der Flughunde und ein kleines Wildschwein entdeckten. 

Flughund macht Nickerchen

Das nennt man Reaktion! Gerade so das Wildschwein geknippst.


Magnus ärgert die Termiten










Wer mit uns in den letzten 1 ½ Jahren im Auto saß oder unter dem gleichen Dach wohnte wird wissen, dass wir häufig und gerne den französischen Rapper La Fouine hören. Im  März sind wir ja schon extra nach Brüssel gefahren um ein Konzert von ihm zu besuchen. Man glaubt es nicht, aber dieses Jahr kommt er zum aller ersten Mal nach Mauritius um hier am 17. Oktober ein Konzert zu geben. Ist doch klar, dass wir uns sofort zwei Karten gekauft haben.  


"I take the shot, I put it here, lalalaaa..."
(Übrigens hat Sarah mir 
dieses tolle T-Shirt spendiert)

Am Donnerstag hat Vincent zu seiner Abschiedsfeier an den Strand geladen. Es gab ein großes Barbecue mit Hähnchen und frischem Fisch und die mauritischen Jungs vom Fußball haben extra Instrumente mitgebracht und damit für Stimmung gesorgt. Dabei haben wir auch ein Pärchen aus Paris kennengelernt, die gerade hier Urlaub machen. Wir haben uns den ganzen Abend so gut verstanden, dass wir morgen mit ihnen etwas unternehmen wollen.

 
So muss ein Grill aussehen!


Gestern Abend haben wir zum ersten Mal einen Stromausfall richtig mitgekriegt und haben währenddessen nicht geschlafen. Das war schon ziemlich gruselig, denn die Sonne war bereits unter gegangen und somit war es wirklich stockfinster. Zum Glück hat Samia uns zum Abschied eine Taschenlampe geschenkt, denn wir hatten nicht mal Kerzen im Haus und die Laptops und Handys waren auch schnell ohne Akku. Pünktlich zum Bochumspiel war der Strom aber wieder da.


Ist Euch eigentlich bewusst, dass wir mittlerweile seit 7 Wochen hier sind? So viel Urlaub hat man normalerweise im ganzen Jahr nicht. Für mich ist das somit der längste Auslandsaufenthalt und die längste Zeit die ich je von Zuhause weg war. Für Magnus ist es die längste Zeit die er jemals auf Mauritius war… Rekorde werden gerade gebrochen! Dank des Internets und vor allem Skype, kommt es uns jedoch gar nicht so vor als seien wir so weit weg von Euch! In den letzten zwei Wochen hab ich das Skypen für letzten 7 Wochen nachgeholt – das war toll! Vor allem weil ein Überraschungsgespräch dabei, das mir sehr gut getan hat und das ich so oft es geht wiederholen würde. Du weißt, dass ich dich meine, dicken Kuss an dich! Und auch an Mama, weil sie das arrangiert hat! 

Der nächsten Woche schauen wir mit Freude entgegen, denn wir haben keine Uni! Wir werden also eine Woche lang richtig Urlaub machen – das wird aber auch Zeit! Hahahaa…
Wer findet Sarah?
Am Montag habe ich auch wie immer meinen Zumbakurs und es hat sich das regionale Fernsehen angekündigt, das uns beim Zumba filmen will. Drückt mir die Daumen, dass ich alle Schritte behalten habe und mich nicht blamiere! Ich werde Euch dann berichten!

Bis bald und liebe Grüße und Küsschen nach Hause!

Magnus & Sarah 


Hertje gibt Pfötchen
Ab hier sollten nur noch Hartgesottene weiter runter scrollen: 

La cucaracha... Nur eine tote Kakerlake ist eine gute Kakerlake!







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