Sonntag, 21. September 2014

XIII (14.09. - 21.09.14)

Heute begrüßen wir Euch mal wieder mit einem waschechten "Bonjour"!

Grund dafür sind die letzten Tage, die wir zum größten Teil mit Mélissa und Jean-Marie, einem Pärchen aus Paris, verbracht haben.

Kennengelernt haben wir die Beiden bei Vincents Abschied beim Barbecue am Strand und uns sofort so gut verstanden, dass wir für Sonntag einen Ausflug in den Süden geplant haben. Zunächst fuhren wir also durch die vielen riesigen Teefelder der Bois-Chéri Plantagen. Da momentan keine Erntezeit ist, war die Fabrik relativ unspektakulär, doch der Duft leckeren Tees lag auf den Plantagen in der Luft.
Die Teefelder sind riesig und verströmen einen leckeren Duft

Die Route verlief am Rande des Black River Nationalparks und bot an einigen Stellen Aussicht auf die wie unberührt wirkende, reine Natur Mauritius'. Apropos rein, auch das Französisch unserer beiden Begleiter war eine Wohltat. Nachdem die meisten Mauritier sich beim Französischsprechen unwohl fühlen und leise in den Bart murmeln, könnten wir uns mit JM und Mélissa mal wieder richtig ordentlich unterhalten. Vorher hatten wir schon an uns selbst gezweifelt, doch offenbar geht es noch, wenn der Gegenüber mitspielt!

In Rivière des Anguilles ging es dann in ein Tierreservat, in dem wir neben vielen einheimischen Pflanzen auch Flughunde, Makaken und Riesenschildkröten bewundern konnten:
Sosori mit Mango




Der Bambus fällt hier eine Nummer größer aus


Da wir einem Paarungsakt beiwohnen durften wussten wir,
dass die Riesenschildkröten unser Gewicht abkönnen!



Plötzlich und unerwartet setzte die Schildkröte zum Sprint an!
Selfie mit einer über 90-Jährigen!
Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Baum häufiger mit Rum als
mit normalem Wasser gegossen wurde...
 .


Blickrichtung Südpol... Das nächste Festland in dieser Richtung ist die Antarktis
Anschließend fuhren wir nach Souillac und zum südlichsten Punkt der Erde, den wir bisher bereist haben. Das Cap Gris Gris wird von Steilküsten geprägt und die Wellen peitschen hier gegen die Felsen, um anschließend wie Tränen über deren Wangen zurück ins Meer zu fließen: Neben dem weindenden Fels (La Roche qui pleure) liegt ein wunderschöner, aber lebensgefährlicher Strand!




In Gedanken bei besonderen Menschen weit hinterm Horizont!
  
Eine kleine Stärkung vor der Weiterfahrt 

Für das nächste Zwischenziel hätte ich unseren Perodua lieber gegen einen 4x4 eingetauscht, denn es ging querfeldein durch das Zuckerrohr auf einer Piste, von der wir unserem Autovermieter besser nichts erzählen! Nach unzähligen Kurven erreichten wir aber einen Wasserfall, der wie gemalt in einer Felswand im Wald liegt. Aus etwa 10-15 Metern Höhe stürzen sich hier wagemutige Mauritier in den kleinen See und ganz besonders tollkühne klettern sogar noch auf die Bäume oberhalb des Wasserfalls, um für die wenigen Touristen, die sich hierher verirren eine Show abzuliefern. Am Rande des Wasserfalls verkauft ein Straßenhändler für wenig Geld Kokosnüsse, Bananen und frischen Zuckerrohrsaft. Wir waren begeistert davon, wie gut der frisch gepresste Saft schmeckt und wie geschickt der Mauritier die Kokosnüsse serviert.

Rechts der Baumspringer!

Sarah und Mélissa bewundern die waghalsigen Springer
Bei der Überquerung des Flüsschens ging beinahe eine Schlappe flöten
 



Trotz dieser vielen Erlebnisse war der Tag noch nicht vorbei! Nach einem weiteren Zwischenstopp in Le Morne sahen wir uns dem Sonnen-untergang am Strand von Tamarin an und gingen abends noch gemütlich essen. Da wir uns mit unseren neuen Freunden noch besser verstanden haben, als vermutet, verabredeten wir uns auch gleich für die nächsten Tage!


Sarah und Steffi im Zumbadress

Am Montag war Sarahs großer Fernsehauftritt. Momentan ist er noch unter diesem Link (hier klicken) abrufbar. Im untersten Video "Spor Rezional - L'Ouest" kann man sie im hinteren Abschnitt der Aufzeichnung Zumba tanzen sehen.






Am Dienstag waren wir mit Mélissa und Jean-Marie in Port Louis. Mélissa wollte ihrer algerischen Natur entsprechend noch etwas auf den Markt und handeln. Atemberaubend, wie sie sich energisch gegen die Verkäufer durchgesetzt hat und statt 2600 Rs für eine kleine Tagesdecke nur 1300 Rs für eine Große zahlte und dazu einen Souvenir-Dodo geschenkt bekam. Einmal in ihrem Element handelte sie für Sarah ein komplettes Paris St. Germain-Trikot mit Hose auf 300 Rs (7,30 €) runter. Die Fotos vom Markt bekommen wir in den nächsten Tagen und stellen sie in den nächsten Blogeintrag. Solange müsst Ihr euch mit Sarah in ihrem neuen Outfit begnügen:

Abends haben wir mit den Bremern gegrillt bzw. Salat gegessen, denn das Fleisch wanderte, auch dank meiner hervorragenden Qualitäten am Grill, größtenteils in die Mäuler der hungrigen Straßenhunde vor dem Tor. Hier hätte es einen Dau gebraucht!


Am Mittwoch stand die Abreise von Mélissa und JM an. Wir hatten uns ja eigentlich schon am Dienstag verabschiedet, gingen dann aber spontan am Mittwoch morgen doch noch mal zusammen zum Strand. Als wir uns erneut schweren Herzens getrennt hatten, bekamen wir einen Anruf, denn die Beiden wollten uns ihre restlichen Lebensmittel und Handykarten überlassen. Als wir in ihrem Hotel ankamen, hatten sie die Ruhe weg und ließen den Taxifahrer solange warten, dass dieser kurzerhand andere Gäste mitnahm. Tant pis! Ohne lange zu zögern beschlossen wir die beiden Trödelliesen zum Flughafen zu fahren, wo wir uns dann ein weiteres Mal endgültig verabschieden mussten. 

Vor Coco Loco: Stimmung noch gut!

Ein Fischer hat sein Fahrrad während der Arbeit geparkt
Die Coco Loco Party am Freitag war ein solcher Reinfall, dass wir gar keine Fotos davon haben. Das Ambiente der Studentenfeier war sogar ernüchternd genug, um frühzeitig den Heimweg anzutreten und noch vor 1 Uhr wieder im Bett zu sein.

















Am Samstag hatten wir plötzlich einen reißenden Fluß im Garten, denn direkt vor unserem Haus hatte sich ein Gullideckel verselbstständigt. Da das Wasser hier den halben Tag lang ohnehin abgestellt ist, hatten wir aber nicht lange etwas von dem Schauspiel. Die Frage ist nur, wie viele Kakerlaken aus ihren Erdlöchern gespült wurden und bei uns Zuflucht suchen werden....







Vor dem Bundesliga-Spieltag waren wir dann noch auf Stippvisite im SOFITEL Hotel in Flic En Flac. Die 5 Sterne Anlage kann sich durchaus sehen lassen und hat eine sehr nette Managerin für den Bereich Deutschland. ACHTUNG: Folgende Impressionen könnten sicherlich beim ein oder anderen von Euch zu einer Kurzschlussreaktion führen, die mit der Buchung eines Mauritius-Urlaubs endet:












Mit diesen Appetitanregern verabschieden wir uns bis zum nächsten Mal!

Gruß und Kuss
Sarah und Magnus

















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen