Samstag, 18. Oktober 2014

XVI (08.10.-18.10.14)

Hallo in die Heimat!

Nachdem sich die Ereignisse aufgrund unseres Besuchs in den letzten Wochen überschlagen haben, kommt heute wieder ein verspäteter und pickepacke voller Blogeintrag für Euch!


"Ursprüngliches" Mauritius, wie vor 300 Jahren
Für Mittwoch (den 08.) hatten wir uns eine große Tour durch den Süden ausgedacht, bei der wir ähnlich wie vor ein paar Wochen mit Jean-Marie und Mélissa, die wichtigen Sehenswürdigkeiten der Insel abklappern wollten. Diesmal hatten wir uns allerdings mit dem Hindutempel am Grand Bassin und der Fahrt über die farbigen Erden in Chamarel noch mehr vorgenommen. Nachdem der Wald uns die Affen noch vorenthielt, trafen wir am Grand Bassin endlich einen an. Leider war er ein wenig verletzt und wirkte deshalb aggressiv.



Hinten links sieht man schon den Piton (höchster Berg auf Mauritius)

Das Äffchen wollte unsere Banane leider nicht...

Eine Delikatesse? Gegrillter Flughund. 
El mágico! Das Meer gehorcht Marcel
Besonders beeindruckend war wieder das Südkap bei La Roche qui pleure. Marcels Kamera war in Dauerbetrieb. Aus hunderten tollen Bildern müssen wir uns hier auf eine kleine Auswahl beschränken:




Donnerstag war Ruhetag. Da wir am Freitag unser erstes DST, ein Zwischenexamen, schreiben mussten, kümmerten wir uns am Vortag darum, unser Wissen über die mauritische Literatur auf Vordermann zu bringen und das französische Textanalysevokabular zu verinnerlichen. Über den Uni-Freitag hüllen wir wohlweislich trotzdem den Mantel des Schweigens. Wir bekommen ja noch weitere Chancen…

Der Bierbraumeister bei der Arbeit
Leider hat am Donnerstag mit Patrick der erste Camper das Dschungelcamp verlassen. Ganz so easy, wie man sich das Leben hier vorstellt, ist es letztlich also doch nicht. Wir hoffen, dass es mit ihm zuhause wieder bergauf geht…

Abends ging es nach dem Zumba noch zu einer Strandparty, denn Christiaan feierte seinen Geburtstag mit einem Barbecue. Für Marcel eine gute Gelegenheit unsere neuen Freunde kennenzulernen!

Freitagabend hatte Ernst, der eigentlich Jens heißt, wieder in den Flying Dodo geladen. Mit Bier, Cocktails und leckerem Essen ging der stressige Tag also doch noch schön zu Ende.



Flying Dodo, bayrische Enklave auf Mauritius
Am Samstag war dann wieder ein großer Ausflug an der Reihe: Mit dem Bus ging es frühmorgens an die Ostküste. Von dort stachen wir mit den anderen Studenten und Praktikanten mit einem Piratenboot mit dem Ziel Ile aux Cerfs in See. Die Fotos erzählen eine Geschichte von Ozean, Musik, Rum, Spaß, Sonne und einer Insel, die der Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommt.

Marcel schwamm zu dicht an einen Seeigel heran,
der vom Bordarzt professionell mit einer Sicherheitsnadel entfernt wurde


Spaß und Sonne satt gab an Deck

Unser Piratenboot




Idyllischer Hafen an der Ostküste
Leider hat die Rückfahrt ans Licht gebracht, warum Weiße und Touristen hier nicht immer gern gesehen sind. Zu viel Sonne und zu viel Rum sorgten bei einigen für einen kompletten Blackout. Der Bus wurde zum Kletterpark, die Besoffenen grölten und trommelten an Fenster und Decke. Fremdscham und Kopfschmerzen waren dabei nicht das Schlimmste. Vielmehr fragte man sich, was der Busfahrer und sein etwa fünfjähriger, völlig verängstigter Sohn dachten, als sie die weiße Meute sahen, die sich in einem geliehenen Bus so daneben benahmen…


An der Coin de Mire schnorchelten wir auf dem offenen Meer.
Ein paar Meter weiter geht es 4 km in die Tiefe, sodass wir wieder
an einem Schlafplatz der Wale vorbeikamen

Die Dreamcatcher-Besatzung sammelte säckeweise Müll
Am Sonntagmorgen ging der Aktivitätenmarathon weiter. Monikas Schwester Eva hat mit ihrem Mann eine tolle Aktion ins Leben gerufen. Sie stellen ihren Ausflugskatamaran „Dreamcatcher“ kostenlos zur Verfügung, um damit zur Ile Plate zu fahren, dort zu schnorcheln und festlich zu essen. Die Bedingung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sich während des Aufenthalts mindestens einen Müllsack zu nehmen und die Insel von Plastikmüll zu befreien. Man tut also etwas Gutes und kriegt gleichzeitig richtig was geboten. Natürlich waren wir mit dabei und sammelten fleißig Flaschen und Abfälle, die mal von Touristen liegengelassen und mal von Antizyklonen angespült wurden.
Der Ausblick vom Piton, wenn die Wolken aufrissen
Dienstagmorgen packte uns die Wanderlust. Früh machten Marcel, Sarah und ich uns auf den Weg in den Black River Nationalpark, um den höchsten Berg der Insel, den Piton de la Petite Rivière Noire zu erklimmen. Obwohl uns auf 828m leider nur Wolken erwarteten, hat sich die Wanderung gelohnt. Alleine über dem riesigen mauritischen Urwald zu stehen, ist ein atemberaubendes Gefühl.

Selfie nach der Ankunft am höchsten Punkt der Insel






Dass man mit dem Wetter auf Mauritius Glück und Pech haben kann, ist den meisten Urlaubern hier klar. Und war es um den fehlenden Ausblick vom Piton natürlich schade, so hatte Marcel doch wenigstens an den letzten Tagen seines Urlaubs richtig Glück. Ab Mittwoch machten die Wolken einen großen Bogen um Flic En Flac und die Sonne brannte rund um die Uhr. Also könnten wir einerseits nochmal die Unterwasserwelt erschnorcheln und dann Monikas großzügige Einladung annehmen, uns ein paar Stunden wie richtige 5 Sterne Urlauber im Sofitel zu fühlen:




5 Sterne Ambiente im Sofitel



Sarah mit La Fouine
Am Donnerstagabend lief unsere liebe Vermieterin dann zur Höchstleistung auf! Da sich unser französischer Lieblingsrapper La Fouine zufällig für zwei Tage im Sofitel aufhielt, wurden kurzerhand zwei neue freie Journalisten zur Pressekonferenz eingeladen. In gemütlicher Atmosphäre, saßen wir also nur einen Meter von unserem Star entfernt im Spabereich und konnten mit Fouiny sprechen, ihm Fragen stellen, die Hand geben und letztlich ein Foto mit ihm schießen. Dass wir im gleichen Atemzug ein Pläuschchen mit dem mauritischen Kultusminister hielten, wurde zur absoluten Nebensache. Zum anschließenden Apéro wurden noch frische Macarons und Champagner gereicht, bevor ein unglaublicher Abend zu Ende ging!

Monika hat uns hier schon einiges ermöglicht!
In diesen zwei Wochen wurde wieder einmal klar, wieviel Glück wir mit unserer Vermieterin Monika haben. Um ihr einen kleinen Gefallen zu tun, würden wir Euch bitten, Euch dieses VIDEO (hier klicken) einmal anzusehen, das sie mit ihren Mitarbeitern im Sofitel Hotel gedreht hat und das echt für gute Laune sorgt!


Gestern hieß es dann Abschied nehmen. Marcel stieg frühmorgens in seinen Flieger und ließ uns mit einem komischen gemischten Gefühl zurück: Einerseits die absolute Freude, dass es für uns hier noch nicht vorbei ist und andererseits das Wissen, dass er am Abend wieder in der Heimat sein wird, bei Familie und Freunden, bei Leuten, die wir vermissen und noch eine ganze Zeit lang nicht sehen können….Macht’s gut!



Danke nochmal an Marcel für deinen unkomplizierten Besuch und die tollen 2 Wochen!


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