Freitag, 3. April 2015

XXXIII (23.03. - 03.04.15)

Lecker deutsche Frikadellen
Tach auch!


Wieder vereint - Sarah und Mimi
In der letzten Woche haben wir uns intensiv um unseren Unikram gekümmert, an Hausarbeiten geschrieben und nebenbei ein bisschen die Sonne am Strand genossen. Endlich wissen wir wieder warum wir hier sind und erfreuen uns wieder an der Schönheit der Insel.
So gab es auch was den Blog angeht eine längere Fastenzeit, die heute etwas verfrüht beendet werden soll.

Das letzte Wochenende wurde mit einem Besuch bei Mimi und Pedro, den beiden süßen Kätzchen, eingeleitet. Gerlinde hat uns zu einem super leckeren Essen mit Palmherzen Auflauf und Fischkarree eingeladen. Wir haben dort einen sehr netten Abend verbracht und ganz viel mit den Kätzchen geschmust, die uns tatsächlich nach einigen Wochen wiedererkannten. Für uns fühlte sich die Fahrt zum Haus am Strand an, als würden wir in ein altes Leben zurückkommen. 

Der riesige A380 landet im Zuckerrohr

Riesenfreude: Sarah und Nina sehen sich endlich wieder
Am Samstag ging es für uns dann mal wieder in den Osten, denn es wurde uns ein Stück Ruhrgebiet hier her gebracht. Nina und Philipp sind nun für zwei Wochen auf Insel und wir versuchen natürlich so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und zwei – drei Bier, hatten wir einen ersten schönen Abend.




Anne Laure wurde 5 Jahre alt!
Sonntagmorgen gingen wir erst einmal an den Strand von Flic en Flac, genossen dort das Wetter und aßen leckeren Roti. Danach waren wir bei Fredo und Caroline eingeladen. Ihre Tochter Anne Laure wurde am Montag 5 Jahre alt und das sollte gefeiert werden. Als wir am frühen Nachmittag in das Viertel in Rivière Noire kamen, waren alle Kinder des Dorfes und die befreundeten Nachbarn schon im Vorgarten des Hauses versammelt. Caroline und Fredo haben eine tolle Party organisiert, den Garten mit Luftballons geschmückt und ihrer Tochter eine Barbie Torte anfertigen lassen. Als alle da waren, sangen wir für Anne Laure und sie durfte ihre Torte endlich anschneiden. Wie es sich für einen richtigen kreolischen Geburtstag gehört, landete das erste Stück nicht nur in Anne Laures Mund, sondern Caroline verteilte es auch in ihrem Gesicht. Das Geburtstagskind war überglücklich, dass sie die kleine Geburtstagsprinzessin war und alle mit ihr feierten. 


Die Geburtstagsparty war gut besucht



Magnus kann sich beim Tanzen
 noch einiges abgucken..
.
Auch beim Domino verlor er kläglich ;-)
Auch für Nina und Philipp war es toll dabei gewesen zu sein und dass sie mit uns die Möglichkeit haben, hinter die Tourismuskulisse von Mauritius schauen zu können. Für den nächsten Geburtstag wurden sie dann direkt wieder eingeladen, nur leider sind die beiden dann schon wieder im kalten Deutschland.

 


Philipp und Magnus fachsimpeln


 Nach der Party fuhren wir nochmal bei Gerlinde vorbei. Wir wollten den beiden zeigen, in was für einem tollen Haus wir 6 Wochen lang wohnen durften. Die beiden waren natürlich sofort begeistert, vor allem von der tollen Aussicht auf die Berge entlang der Westküste. So beschlossen wir direkt einen dieser Berge in den nächsten Tagen zu erklimmen. Anschließend fuhren wir zum Public Beach von Tamarin um dort den Sonnenuntergang zu schauen. An diesem Tag waren ziemlich hohe Wellen, sodass viele Surfer auf ihren Brettern standen. Der Sonnenuntergang war traumhaft und der Himmel färbte sich anschließend in unterschiedliche Farben und sah aus wie gemalt. Das war wunderschön!

Spielende Kinder im Sonnenuntergang



Der stolze Oswaldo hat seine
Bachelorarbeit fertig geschrieben
Dienstag nahmen wir die beiden mit zur Uni von wo aus sie in die Hauptstadt Port Louis weiterfuhren, während wir zu unseren Kursen gehen wollten. Ja, wollten! Am Eingang des Gebäudes kam uns schon der Dozent entgegen und sagte uns, dass keiner der anderen Studenten da sei. Alle waren damit beschäftigt ihre Abschlussarbeiten drucken und binden zu lassen, um diese anschließend auf den letzten Drücker abzugeben. Mit uns Deutschen alleine wollte er dann keinen Unterricht machen, was uns 4 Stunden Freizeit einräumte bis der nächste Kurs anfangen sollte. Ja, sollte! Kurzer Hand riefen wir Oswaldo an, der ebenfalls gerade seine Arbeit drucken ließ, um mit ihm zusammen nach Port Louis zu Nina und Philipp zu fahren. Ganz stolz zeigte er uns seine gebundene Arbeit und dann trauten wir unseren Augen nicht! Oswaldo hat uns tatsächlich in seiner Danksagung für unsere Unterstützung während des Schreibens erwähnt. Er ist ein toller Freund!




In Port Louis angekommen gab es erstmal einen Roti, den wir in einem kleinen Park unter einem riesigen Banyanbaum aßen. Anschließend zeigten wir den beiden die Fleischhallen des Zentralmarktes, wo der muslimische Verkäufer uns direkt wiedererkannte und Philipp einlud, das Hackebeil zu schwingen. Nina fühlte sich in den Hallen des Gemüsemarktes wohler. Die Farben, die Gerüche, die ganze Atmosphäre dort… auch für uns immer wieder ein Erlebnis. Nach einem leckeren Alouda und dem Stöbern in den Nebenstraßen des Zentralmarktes, stiegen die beiden in den Bus nach Hause und wir in den zur Uni. Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen: der Kurs fand natürlich nicht statt, da die Computer alle kaputt sind und das eine Art Online Kurs ist. Gearbeitet werden muss also Zuhause und die Fahrt dorthin war völlig umsonst… „Worldclass education at your doorstep“ eben!


Frühmorgens ging es in den Wald

Die kleine Pepe begleitete uns auf den Gipfel
Mittwoch standen wir ganz besonders früh auf. Schon um 5.30 Uhr, also noch vor Sonnenaufgang, machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark, um den höchsten Berg der Insel zu erklimmen. Schon im Oktober hatten wir ihn mit Marcel zusammen erklommen, doch hingen leider in einer Wolke fest, sodass wir keinen tollen Ausblick hatten. Am Parkplatz angekommen, freuten sich zwei Hunde über den frühen Besuch und gesellten sich zu uns. Nachdem sie bereits über eine Stunde mit uns unterwegs waren bekamen die beiden schon Namen: Pepe und Jimmy… Erst später sollte sich herausstellen, dass Pepe ein Weibchen war. Philipp und Nina dressierten den Racker auf dem Weg, sodass Pepe immer vorlief und auf ein Pfeifen zurückkam, um sich streicheln zu lassen. Oben angekommen, war der Himmel tatsächlich wolkenlos und wir hatten einen atemberaubenden Blick in alle vier Himmelsrichtungen. Wir blieben dort ca. 1 ½ Stunden, genossen die Aussicht und hatten unglaublich viel Spaß! Gegen 11 Uhr waren wir dann schon wieder am Auto angekommen und fuhren nach einer kurzen Roti-Stärkung zu Monika ins Hotel. Allerdings war schon auf dem Hinweg in den Nationalpark die Tanknadel auf Reserve gefallen und es war zu früh um eine Tankstelle zu finden. Niemand konnte ahnen, dass es tatsächlich 40 Minuten Fahrzeit bis zur rettenden Zapfsäule werden sollten... Glücklicherweise ging es vom höchsten Punkt der Insel nur bergab und wir erreichten sie ohne stehen zu bleiben. Monika lud uns auf einen Kaffee ein und anschließend machten wir eine ausgiebige Hotelbesichtigung bis nach Sonnenuntergang. Wir waren alle ein bisschen traurig als dieser schöne Tag zu Ende war.

Dieser "kleine" Berg ist der höchste Gipfel der Insel
Nach einer Stunde Wanderung sah der Piton immer noch
fast unbezwingbar aus


Magnus und Sarah ziehen sich an einer Leine den steilen
Aufstieg hinauf zum Gipfel
Je nach Bewölkung sieht der Wald knallgrün oder gräulich aus.
Morgens vor 8 Uhr ist man im gewaltigen Nationalpark noch alleine!


Der Anstieg war für diese Herrschaften natürlich ein Klacks


Ein Hauch von Rio de Janeiro


Im Hintergrund liegt der Tamarin-Berg
Oben rechts davon: Flic en Flac und unser Zuhause
Unten links davor: La Preneuse und unser Übergangszuhause


Ein Mega-Ausblick vom Piton (828m) - li.: Le Morne und die Ile aux Benitiers, mit.: Tamarin-Berg, r.: Nationalpark  
Sarah, Nina und Philipp auf dem Gipfel des Piton


Nina und Philipp kümmerten sich liebevoll um Pepe


Der Südwesten der Insel
Wieder auf NN


Wir haben das Entspannen doch nicht verlernt...

Wieder ging es in die mauritischen Wälder
Am Donnerstag schliefen wir erst einmal ein bisschen aus, bis wir das nächste Abenteuer starteten. Wir fuhren nach Eureka. Schon im letzten Eintrag vom 22.03.2015 erzählten wir euch von dem schönen Kolonialhaus und dem riesigen Garten. Bei diesem Besuch sollte das Kolonialhaus nur zur Nebensache werden. Durch den Dschungel ging es zu mehreren unterschiedlich großen Wasserfällen. Das Highlight war die erfrischende Dusche unter einem dieser Kaskaden. Zum Glück hatten wir eine Unterwasserkamera dabei! Am Abend nahmen Nina und ich nochmal die letzte Kraft zusammen und gingen zum Zumba. Es war eine traurige Zumbastunde für mich, denn meine Tanzlehrerin erwartet in Kürze ihr Baby und pausiert bis September. In Zukunft wird ihr Bruder das Zumbazepter in die Hand nehmen... ich hoffe ich werde weiterhin noch so viel Freude wie bisher daran haben. Nach dem Sport kochten wir Mädels dann noch ein leckeres Abendessen und ließen den Abend mit dem Anschauen der gemachten Fotos ausklingen.
Viel Natur


Das Wasserfall-Selfie wurde zur Herkulesaufgabe


Aus der Höhe hat das Wasser ausreichend Kraft




Im idyllischen Wald entdeckten wir einen Wasserfall nach dem Nächsten



Wie ihr sicherlich schon an den fehlenden Punkten auf der Linse erkannt habt, sind die meisten Fotos von Philipp geschossen worden, der sich täglich als Fotograf opfert.
Heute musste ich dann mal wieder eine Hausarbeit vorlesen. Im Kurs über die literarische Verarbeitung der Immigration der Inder auf Mauritius stellte ich eine Analyse vor und wurde glücklicherweise von allen Seiten gelobt. Nächste Woche ist Magnus dran und danach konzentrieren wir uns nur noch auf die Examen und unseren Sprachführer.


Mit diesen Neuigkeiten aus Mauritius wünschen wir euch ein Frohes Osterfest! 

Bis bald Nina, Philipp, Magnus und Sarah



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