Donnerstag, 23. April 2015

XXXV (14.04. - 23.04.15)

Die liebe Sonne löst die letzten Wolken allmählich auf
 Hallo zusammen!


Nachdem wir Nina und Philipp zum Flughafen gebracht haben, dachten wir eigentlich es läge eine langweilige Woche vor uns. Doch Pustekuchen! Irgendwas Spannendes passiert bei uns ja immer! Und so kam es, dass wir Mittwoch spontan doch mit dem Dreamcatcher-Katamaran unterwegs waren.

Aus Sicherheitsgründen tragen wir lieber Schwimmwesten an Bord

Sarah plantscht im kristallklaren Wasser an der Ile Plate

Die Tour war eigentlich schon für eine Woche vorher zu Magnus‘ Geburtstag geplant. Da der letzte Zyklon der Saison jedoch zu hohe Wellen brachte, mussten wir, wie berichtet, leider alles absagen. Da aufgeschoben aber nicht aufgehoben ist, beschlossen wir also am Mittwoch mit dem Katamaran zur Ile Plate zu fahren und dort zu übernachten. Wir packten die Autos voll mit Matten, Decken, Fackeln und allem anderen Kram, den man so braucht. Nach einem ausgiebigen Einkauf im Supermarkt, war auch für reichlich Essen und Getränke gesorgt und so machten Eva, Thornton, Oswaldo, Magnus und ich uns auf den Weg zum Cap Malheureux, wo schon die Skipper Jonas und Christopher auf uns warteten.

Das Wetter war super schön und das Meer spiegelglatt. Das machte die Fahrt schon fast ein bisschen zu langweilig – aber nur fast! Auf Grund einer Sandbank an der Einfahrt zu Ile Plate, kann der Katamaran nicht mehr direkt an der Insel halten. Jonas musste mit dem kleinen Beiboot also mehrmals zwischen Insel und Katamaran pendeln um den halben Hausstand, den wir dabei hatten, an Land zu bringen. In der Zwischenzeit sprangen wir schon eine Runde ins türkisfarbene Wasser.



Das kleine Beiboot kam mehrfach zum Einsatz


Extra für Philipp: Mit Finger im Bild


Zum Glück kein toter Mann: Sarah
Menschenleer: die Ile Plate und die Ilot Gabriel


Ein würdiges Abendessen!

 
Christopher fing einen riesigen Kapitänsfisch mit der Angelschnur



Beweisfoto für Daui: Magnus kann inzwischen grillen


Auf der Insel bereiteten wir erst einmal alles fürs Abendessen vor und genossen wir letzten hellen Stunden am Strand. Christopher hatte Angelschnüre und Angelhaken dabei und versuchte sein Anglerglück vom Strand aus. Fürs Abendessen dekorierten wir einen der Holzpavillons mit Laternen und Fackeln. Auf den Grill kamen leckere Steaks und Kartoffeln mit Rosmarin. Als die Steaks gerade fertig waren, hörten wir einen lauten Schrei vom Strand und trauten unseren Augen nicht. Wenige Minuten vorher hatten wir Christopher noch für seinen Ehrgeiz beim Angeln belächelt und nun stand er mit einem riesigen Kapitänsfisch vor uns. Er nahm diesen natürlich sofort aus und ruck zuck landete der Fisch auf dem Grill. Unser mitgebrachter Marlin, die restlichen Kartoffeln, sowie eine Flasche Rum und eine Flasche Cola brachten wir nach dem Essen sofort zur ausgehungerten Coast Guard. Danach schauten sie auch nicht mehr ganz so genau nach, ob wir am Abend wirklich noch zurück auf den Katamaran fuhren und nicht unerlaubterweise auf der Insel blieben.

Der Kapitänsfisch brauchte vom Meer in den Magen vielleicht eine halbe Stunde
Die Ile Ronde und die Ilot Serpent im Sonnenuntergang
Philosophie auf Kreol


Der Abend endete dann bei fast sternenklarem Himmel, viel Rum und netten Gesprächen am Strand. Als es dann jedoch plötzlich anfing zu regnen, verschwanden alle schnell in ihre Zelte. Doof nur, dass Magnus, Oswaldo und ich vor hatten unter freiem Himmel zu schlafen. Nachdem der Sand aber schon ziemlich kalt und feucht war, entschieden wir uns kurzer Hand die Tische unter dem Pavillon, unter dem vor vorher noch gegessen hatten, frei zu räumen und machten es uns auf ihnen „gemütlich“. Leider schüttete es in der Nacht so stark, dass wir von allen Seiten ziemlich nass wurden. Ich war froh, dass wir genügend Pullis und Decken eingepackt hatten. 
Die Geschichten um eine untote Sarah die auf der Insel herumgeistern sollte,
entsprangen wohl doch dem Rum...
    

Zwischendurch wurd's dann doch frisch auf'm Tisch

Der Regen fand auch seinen Weg unter den Pavillon
Endlich hatten wir mal einen freien Blick auf den Osten,
und somit auf den Sonnenaufgang!
Gegen 6 Uhr weckte mich Magnus und wir bestaunten vom Strand aus den wunderschönen Sonnenaufgang. Zum Frühstück gab es Baguette mit Marmelade, Instantkaffee und Oswaldo zauberte Spiegeleier auf dem Grill. Danach fuhr uns Jonas mit dem Beiboot ein bisschen um die Insel und hielt zwischendurch an, sodass wir beim Schnorcheln die wunderschönen Korallen und Fische bestaunen konnten. Als dann so langsam die anderen Katamarane und Boote mit den Touristen die Insel erreichte, packten wir unsere Sachen und fuhren zurück zum Cap Malheureux.

Traumhaft: Der Sonnenaufgang



Sarah bewies Ausdauer auf der Tischplatte
Oswaldo war genauso begeistert wie wir. Er war zum ersten Mal auf der Ile Plate!

Kurze Roti-Stärkung in einem Imbiss in La Flora
Samstag fuhren wir schon wieder zum Flughafen. Diesmal war es aber wirklich das letzte Mal vor unserer eigenen Abreise. Diesmal nahmen wir Matthias und Ciara in Empfang, die gerade zwei Wochen Urlaub auf der Insel machen. Vier Tage davon wohnten sie in Flic en Flac, sodass wir die Gelegenheit hatten, ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen. Da wir in dieser Woche aber noch regulär Uni haben, blieb uns nur der Sonntag um einen größeren Ausflug zu machen und natürlich fuhren wir in den wunderschönen Süden. Die aufmerksamen Leser unter euch wissen bereits, dass es im Süden viele schöne Orte gibt aber vor allem unseren Lieblingsplatz – die Südspitze der Insel mit dem Roche qui Pleure. Seit ich zum ersten Mal dort war, hab ich mich gefragt was mich so sehr an diesem Ort fasziniert. Am Sonntag ist es uns klar geworden: es sieht dort eben so überhaupt nicht aus, wie Leute sich Mauritius vorstellen oder weshalb sie hier Urlaub machen. Es gibt zwar einen kleinen Strand doch dort zu liegen oder gar zu baden wäre viel gefährlich; es gibt kein Riff und also auch keine Lagune, sodass die Wellen ungebremst auf die Felsen treffen; es gibt viel Wiese und nicht eine Palme. Vielleicht ist es aber genau das, was uns so sehr gefällt!


Das Zuckerrohr wird langsam wieder extrem hoch...
so wie zu Beginn unseres Aufenthaltes 

Matthias und Magnus erfrischen sich im Wasserfall
 Matthias ist ein großer Fan von Wasserfällen, weshalb wir diesmal Halt an den Rochester Falls machten. Dort waren bisher erst einmal, da man ziemlich lang auf einem unbefestigten Weg durchs Zuckerrohrfeld fahren muss und wir damals schon Angst um unsere Reifen und den Unterboden hatten. Wir wagten es dennoch ein letztes Mal. Auch diesmal konnten wir wieder ein paar Verrückte beobachten, die sich den Wasserfall runterstürzten oder noch schlimmer, die erst noch auf einen Baum kletterten um in das Wasserbecken zu springen. Magnus und Matthias trauten sich schlussendlich auch ins kalte Wasser, allerdings nur zum Schwimmen und nicht zum Springen! Den Sonnenuntergang schauten wir uns anschließend vom Aussichtspunkt in Bel Ombre an und fuhren anschließend wieder in den Westen.




Ich habe die beiden danach leider nicht mehr sehen können. Seit Montagabend liege ich schon wieder mit einer Magen-Darm Grippe im Bett und lasse mich gesund pflegen. Es geht aber schon wieder bergauf und hoffe bis zu den Examen, die übernächste Woche beginnen, wieder fit zu sein. Die letzten Klausuren, die wir inzwischen zurückbekommen haben, sind sehr gut für uns ausgefallen, sodass wir keine große Angst vor den Examen haben müssen. Sie werden sicher recht anspruchsvoll, aber mit guter Vorbereitung bestimmt machbar für uns. Schon morgen Mittag soll uns eine Massage von Gerlinde bei der Vorbereitung helfen…

Habt eine schöne Restwoche!
Magnus & Sarah 



Als kleines Highlight heute noch ein wünscheliges Video von einem dieser komischen Seeungeheuer, von denen man immer so hört...


video


PS: Im Südwesten Mauritius', in Tamarin, gibt es seit der Zeit der französischen Kolonisation (also 1715 - 1810) Salzsalinen, mit denen Salz aus dem Meer gewonnen wird. Dieses großartige historische Denkmal soll nun in einen Supermarkt-Parkplatz umgewandelt werden... Petitionen führen nicht oft dazu etwas wirklich zu verhindern oder zu verändern, wenn ihr es aber dennoch versuchen möchtet, wären euch sehr, sehr viele Mauritier, wie auch wir, sehr dankbar! Klickt einfach hier!



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