Montag, 4. Mai 2015

XXXVI (24.04. - 04.05.15)

Blick vom Meer auf die Westküste Mauritius (mit dem höchsten Berg Piton und Le Morne)

Hallo alle zusammen!

Da ist es soweit, die letzten 2 Monate sind angebrochen. Was für viele nach einer langen Zeit klingt, klingt für uns nach „macht schnell eine Liste und guckt was ihr alles noch(mal) erleben müsst!“…

Glasklares Wasser vor der Westkpste
Um vollends entspannt in unsere letzten Aufgaben zu gehen, ließen wir uns also erstmal von Gerlinde ordentlich durchkneten. Während es bei Sarah schmerzhafte Knoten wegzumassieren gab, fiel ich während der Behandlung in einen tiefen Schlaf – war also anscheinend ganz angenehm. Außerdem hatten wir mal wieder den richtigen Riecher, denn wie es der Zufall wollte, hatten Gerlinde und Rajinder für den nächsten Tag eine Katamaranfahrt im Westen der Insel geplant und luden uns kurzerhand ein. Uns stand ein atemberaubend luxuriöser Tag bevor.



Sarah und Gerlinde an Deck

Käptn Magnus: Alles hört auf sein Kommando

Der schmucke Katamaran (siehe Fotos) mit eigener Küche und Bar an Bord liegt im Hafen von West Island in Black River. Dies ist eins von einigen reichen Wohngebieten hier, in denen der gut betuchte weiße Mann unter seinesgleichen bleiben kann – Mauer drum, Schranke davor und schwupps kriegt man vom Elend nichts mehr mit und kann von seinem Wohnzimmer in der mehrere Millionen teuren Villa durch die Glasfront auf seinen Bootssteg gucken und sich darüber beschweren, dass der Pool auf dem Dach in der Mittagssonne so warm wird, dass er nicht mehr als Abkühlung dient. Die ganz normalen Probleme halt. Wir begaben uns also an Deck und ließen uns Snacks und Drinks servieren, während Rajinder die Sportangeln startklar machte. Nach einiger Zeit ankerten wir in der Nähe des Riffs und konnten dort mit Fischen schnorcheln, vom Bootsdach ins Meer springen und anschließend ein leckeres Barbecue genießen. Auf dem Rückweg kreuzte auch noch ein Delfin unseren Weg, sodass es uns wirklich schwer fiel, Kritikpunkte zu finden… Es war einfach ein rundum perfekter Tag.

Rajinder versuchte sein Glück an der Angel
  





Sarah taucht ab zwischen die Fischschwärme




Der Tamarin-Berg vom Meer aus


Ein Luxus-Tag geht zuende


Natürlich haben wir (dank mittlerweile besserer Internetleitung) auch das ein oder andere Video für euch!

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Der Sonntag wurde fast noch besser! Wir fuhren mit Eva und Thornton über die Nordhälfte der Insel und ließen das typische Mauritius auf uns wirken. Wir wollen aber nicht zu viel verraten, denn die Ergebnisse dieses Ausfluges soll es an dieser Stelle am Ende unseres Aufenthaltes hier geben J Ihr dürft also gespannt sein!

Allerdings dürfen wir es nicht unerwähnt lassen, dass die beiden ein herrliches Picknick vorbereitet hatten und wir es uns, typisch mauritisch, am Strand schmecken ließen. Allerdings räumten wir, typisch deutsch, anschließend unseren gesamten Müll wieder weg – dieses Bewusstsein fehlt hier den Meisten!

Da brutzelt der Igel
Caroline in ihrer Küche - hier kocht sie Igel für ihre Familie

Anne-Laure ist derweil ihr eigenes Süppchen

Die letzte Woche war dann eine typische letzte Uniwoche. Hier und da gab es nochmal Wiederholungsstunden für die vielen Stunden die Feiertagen zum Opfer gefallen waren. Letztlich war es aber ruhig und wir konnten uns unserem Buch mal wieder widmen. Die größten Aufreger waren also der rutschige Elfmeterpunkt in München, das Erlegen und Verwesen der letzten Ratte und der unerwartete Doppelsieg der Sorgenkinder Schalke und Bochum.

Geschafft! Das Grundstück ist wieder rattenfrei!

Magnus und Ginette beim Schwofen
Samstag stand dann nochmal ein Großereignis an. Ginette hat mit einigen befreundeten Pärchen einen TanzNACHMITTAG organisiert. Von 15 Uhr bis 22 Uhr wurde all das gemacht, was wir normalerweise von 22 Uhr bis 03 Uhr kennen. Tanzen, essen, Tombola spielen, trinken und nochmal tanzen! Alles natürlich für einen guten Zweck, denn die Einnahmen werden in einen Tag mit Spaß und Essen für die Kinder der Ärmsten im Vierten verwendet! Da ich mich als Fahrer bereiterklärt hatte, bekam Sarah Ginettes relativ heftigen Rum-Cola-Mischungen ab und tanzte relativ bald völlig ungeniert den wildesten Sega, den die Insel vielleicht jemals von einer Weißen hat tanzen sehen! Ich hatte unterdessen mal wieder eine dieser Begegnungen der anderen Art, bei der man selber nicht glaubt, dass man gerade dabei war: Ein Mauritier hatte mich entdeckt und sich gefragt wo ich wohl herkomme. Auf Englisch fragte er mich, woraufhin ich ihm auf Kreol antwortete. Dies verwunderte ihn so sehr, dass er zunächst auf Französisch weiterquatschte. Als er darauf plötzlich behauptete, er habe 45 Jahre lang in Norwegen gelebt, sagte ich ihm, dass ich bedauernswerterweise nur Schwedisch spreche. „Aaach, das ist doch fast das Gleiche“ und siehe da, ich sah mich plötzlich mit dem schnellsten Norwegisch konfrontiert, dass ich je gehört hatte. Ich konnte aber den Sinn der Sätze größtenteils erraten und meine schwedischen Antworten verstand er spielend. Oswaldo rekapitulierte mit offenem Mund: „Ein Mauritier spricht auf Mauritius mit einem Deutschen Norwegisch, während dieser auf Schwedisch antwortet – ich glaube ich habe alles gesehen, was die Welt zu bieten hat!“…

Ginette hatte es auf Sarah abgesehen..


Die Tanzfläche war NIE leer. Mauritier tanzen immer!


Der Abend sollte aber nicht um 22 Uhr enden! In bester Laune, Nissa-la ti serye net!, ging es zu den Michels nach Hause und wir machten die Nacht zum Tag. Oft hängt es einfach von den richtigen Leuten ab mit denen man feiert. Und dann sind 5 Leute lustiger als 20! Sega, Schlager, Hip Hop, House, Dancehall und ein Wahnsinnsabend wurde nur durch einen kleinen aber feinen Kater getrübt!

Der Abend wurde immer lustiger

Whooooots! 

Danke nochmal an Matthias - nach über 8 Monaten konnte
Magnus mal wieder Erdnuss-Flips essen!


Heute fiel dann der Startschuss für den Examen-Marathon. NEUN (!) stehen in den nächsten 20 Tagen an. Es wird euch nicht überraschen, wenn wir euch erzählen, dass die 15 Leute die das gleiche Examen schrieben auf 3 verschiedene Räume im Verhältnis 12 zu 2 zu 1 über den Campus verteilt aufgeteilt wurden… Welcome to Mauritius! Sonderlich fair fanden wir die Aufgabenstellung für den Kurs „Lire la bande dessinée“ auch nicht, doch das wohl heftigste Examen ist gleich zu Beginn erledigt.


Jetzt heißt es für euch weiter Daumen drücken und für uns etwas mit euren gedrückten Daumen anzufangen!

Und übrigens, die Petition aus dem letzten Blog ist immer noch von größtem Interesse! Lasst die 200 Jahre alten Salinen nicht durch einen Parkplatz ersetzt werden: HIER!

Bis dahin, liebe Grüße
Sarah & Magnus

Ich hoffe nicht, dass die Ähnlichkeit noch frappierender wird!

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