Freitag, 5. Juni 2015

XXXIX (01.06. - 04.06.15)

Selfie an dem Ort an dem 1598 die ersten Siedler mauritischen Boden betraten
Salut!

Wir haben gehört, dass die meisten von euch schon wieder ein langes Wochenende haben. Damit ihr auch wisst, was ihr mit eurer vielen freien Zeit anfangen könnt, haben wir heute wieder tolle Impressionen von Mauritius für euch.
Alte Tradition: Zum Muttertag wird mal wieder ein Kuchen angeschnitten
Nach unserem letzten Blog ging es noch nach Floréal, um den mauritischen Muttertag zu feiern. Oswaldos (zahlreiche) Verwandtschaft war versammelt und wir quatschten bis in die Nacht.

Thornton hat uns eine seiner Kameras ausgeliehen :)

Wir haben uns für unsere letzten Wochen zum Ziel gesetzt, so viel wie möglich von der Insel zu sehen. Wir meinen damit aber nicht nur die typischen Touristenorte, die man auf jeder Postkarte findet sondern auch die kleinen Dörfer, die von den Reiseführern nicht mal erwähnt werden.

Bambous Virieux

Die Farben Apfel, Rot und Blau waren an dem Tag im Angebot




 Papa verkauft Tintenfisch






Wozu ein Schloss? Die meisten Fahrräder haben eine
eingebaute optische Diebstahlsicherung
Am Anfang der Woche haben wir aber zunächst einmal unsere Heimreise etwas vorbereitet. Nachdem wir unsere Koffer probe gepackt hatten und feststellten, dass wir einige Kilos Übergepäck haben, wurde ordentlich ausgemistet. Am Ende gab es drei Haufen: einen mit Kleidung, die wir hier an Bedürftige spenden, einen mit der Lieblingskleidung und wichtigen Dokumenten, die in den Koffer dürfen und einen mit Dingen, die schon jetzt die Heimreise antreten durften. Nun ist also schon ein 20kg schweres Paket auf der großen Reise.

Für den Aufreger der Woche sorgte diesmal Magnus. Er wollte mal ausprobieren was es für Folgen hat, wenn man den Grill anmacht und sich später mit den Fingern auf dem Deckel abstützt. Es hat sich an dem einen Finger sofort eine Brandblase gebildet und wir hatten Angst, dass wir damit ins Krankenhaus müssten. Zum Glück sind wir aber erstmal in die Apotheke gefahren, wo er super versorgt wurde, sodass davon heute schon kaum noch was von zu sehen ist. Glück gehabt!



Die Keksmanufaktur in Ville Noire

Ein Duzend Mitarbeiter und jeder hat nur einen Handgriff
Am Mittwoch sind wir in den Osten gefahren. Bisher haben wir allen Besuchern immer gesagt, dass es bis auf die Blue Bay dort nicht so viel zu sehen gibt. Dieses „nicht so viele“ wollten wir trotzdem sehen! Als aller erstes steuerten wir jedoch die Biscuiterie Rault an. Die kleine Fabrik stellt seit 1870 mehr oder weniger in Handarbeit Kekse aus Maniok her. Uns hat es dort richtig gut gefallen und wir waren begeistert davon, dass Frauen seit 15 Jahren täglich der gleichen Arbeit nachgehen, wie zum Beispiel 6 Stunden am Tag trockene Blätter in den Ofen schieben, die Kekse auf dem Ofen umdrehen oder die Kekse von Hand zu verpacken und dabei auch noch Spaß und Freude daran zu haben. Nach der Führung konnten wir es uns bei Tee und Kakao und natürlich Maniokkeksen in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen gemütlich machen. 
In der Bildmitte: Ein Maniokfeld
Seit 15 Jahren mischt diese Dame Aroma ins Maniokmehl
Seit 16 Jahren verpackt diese Dame 10 Kekse mit einem Papier

In 20 Minuten wird aus Mehl ein Keks

Die trockenen Kekse schmecken mit Tee und Kaffee

Baustellen(sturz)helmpflicht!
Von der Biscuiterie aus fuhren wir die Ostküste in Richtung Norden entlang. Wir kamen dort an richtig schönen Dörfern vorbei und fühlten uns an Rodrigues erinnert. Wir sahen dort Frauen, die im Fluss ihre Wäsche wuschen, viele kleine Wellblechhütten und vor allem freundliche und glückliche Menschen. Viel mehr möchten wir auch gar nicht mehr zu unseren Erlebnissen dort sagen, denn Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte. 


Mauritius zwischen Tradition und Moderne


Kas enn poz 1

Kas enn poz 2




Ladungssicherung auf Mauritius



Schulschluss

Kas en poz 3



Welche deutschen Mütter beschweren sich darüber....
.... ständig die Wäsche waschen zu müssen?!

Die Angeln werden präpariert


Schrebergarten?




Kurz vor der Ernte setzen viele Bauern ihre Zuckerrohrfelder
in Brand, sodass nur die saftigen Zuckerrohre ohne Blätter
und Blüten zurückbleiben. Das erleichtert die Ernte!


Heute sind wir in die Hauptstadt gefahren. Allerdings nahmen wir nicht den schnellen Weg über die Autobahn sondern fuhren über die Dörfer. Immer mal wieder haben wir angehalten um Alltagssituationen oder typisch mauritische Dinge festzuhalten.


Die blühenden Felder von Flic en Flac bis Bambous und Cascavelle
werden wir hier sind ununterbrochen bewässert

Früher schlugen Sklaven oder indische Einwanderer jedes Rohr
einzeln mit einer Machete. Heute hat es der Bauer einfacher!

Trotzdem muss das ein oder andere per Hand/Kopf abtransportiert werden


Über diese Treppe kamen einst
die indischen Einwanderer. Ein Ort
der Hoffnung und Enttäuschung
In Port Louis haben wir das Aapravasi Ghat besichtigt. Zu Zeiten der englischen Kolonie auf Mauritius wurden hunderttausende Inder hierher verschifft um als Vertragsarbeiter die ehemaligen Sklaven auf den Zuckerrohrfeldern zu ersetzen. Die Schiffe haben am Aapravasi Ghat angelegt, wo die auf der Überfahrt erkrankten Menschen in einem „Krankenhaus“ behandelt wurden. Die Menschen, die schon auf den Schiffen unter mehr als schlechten Bedingungen leben mussten, kamen in dem Ghat erstmal in Quarantäne bevor sie den Plantagenbesitzern übergeben wurden. 



Danach schlenderten wir noch durch die Straßen von Port Louis und genossen dort die hektische und laute Hauptstadtatmosphäre.

Mit ein paar weiteren Fotos verabschieden wir uns wieder bis zum nächsten Mal.



Ja, er verkauft Fische und Schildkröten in Plastiktüten in der Mittagshitze

Buntes Treiben in Port Louis


Tamarin

Feierabendverkehr. Carsharing ist an der Tagesordnung


Sarah knipst den Sonnenuntergang über Flic en Flac


Schönes Wochenende euch allen!

Magnus & Sarah 

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